Rezept: Anti-Erkältungs-Kartoffelsuppe

Dass mich am letzten Wochenende zum wiederholten Mal die im wahrsten Sinne des Wortes gemeine Erkältung heimgesucht hat, veranlasste mich dazu, mit euch ein Rezept zu teilen, dass den Heilprozess beschleunigen oder zumindest etwas angenehmer gestalten soll: die „Anti-Erkältungs-Kartoffelsuppe“. Diese Suppe enthält als Basis selbstgemachte Knochenbrühe, über deren positive Wirkung bereits vielerorts berichtet wurde, sowie als entzündungshemmende Gewürze Ingwer und Cumin (Gelbwurz). Die Brühe sowie die Gewürze können auch in vorgefertigter bzw. getrockneter Form verwendet werden, was sich aber signifikant auf den Geschmack und den positiven Effekt der Suppe auswirkt. Die Kartoffeln* dienen hautpsächlich als Geschmacksträger, sie können bei Bedarf (im Fall von Unverträglichkeiten bei Autoimmunerkrankungen o.ä.) auch weggelassen oder durch anderes Gemüse ersetzt werden (z.B. Süßkartoffeln und Karotten oder Kürbis); ebenso kann die Suppe auch durch Fleisch oder Fisch (Hackfleisch oder z.B. Kabeljau) ergänzt werden, wobei dabei auf die Kombination mit entsprechenden Gemüsesorten geachtet werden sollte (bei Fisch empfiehlt sich z.B. die reine Basissuppe mit Kokosmilch, Fleisch lässt sich mit Kartoffeln und Kürbis hingegen gut kombinieren).

*Kartoffeln sind bei der Paleo-Ernährung in gewisser Hinsicht eine Grauzohne. Wer nicht wie ich der Auffassung von Whole30 folgt, dass Kartoffeln auch bei Paleo ihren Platz haben können, kann die Kartoffeln durch andere stärkehaltige Gemüsesorten ersetzen.

Dauer: Vorbereitung – 15 Minuten (+ 8-48h Stunden zum Ansetzen der Brühe), Kochzeit – 20 Minuten

Zutaten:

Brühe

  • Hühner- und oder Rinderknochen (z.B. von einem Suppenhuhn oder Hähnchenflügeln, Rinderbeinscheiben etc., nach Möglichkeit bio)
  • 500g Suppengemüse
  • 2l Wasser (die anderen Zutaten sollten vollständig von Wasser bedeckt sein)
  • 2 EL Salz
  • 3 Lorbeerblätter

Suppe

  • 1 kg Kartoffeln (geschält und gewürfelt)
  • 500ml angesetzte Brühe (bei Verwendung von Instant-Brühe auf die Bezeichnung „hefefrei“ achten, 1l Brühe verwenden und Wasser weglassen)
  • 500ml Wasser
  • 2cm Stück frischer Ingwer (bei Verwendung von Pulver ca. 1 TL)
  • 3-4cm Stück frischer Gelbwurz/Kurkuma (bei Verwendung von Pulver ca. 1 EL)
  • 1 Dose/400ml Kokosmilch (nach Möglichkeit bio, da sonst häufig Emulgatoren beigefügt sind)
  • Salz, Pfeffer und frische Kräuter nach Geschmack

Zubereitung:

1. Für die Brühe das Wasser aufkochen und alle Zutaten hinzugeben, sodass letztere vollständig mit Wasser bedeckt sind.

2. Die Temperatur reduzieren und die Brühe unter regelmäßigem Umrühren 8-48h köcheln lassen (je länger die Brühe kocht, desto höher ist der Nährstoffgehalt an Calcium, Phosphor, Magnesium, Prolin und Glycin).

3. Die Brühe nach Abschluss des Kochvorgangs durch ein Sieb geben und alle Zutaten (Gemüse, Knochen, etc.) bis auf die Flüssigkeit entsorgen. Die Brühe kann jetzt sofort verwendet werden oder in Einmachgläsern bis zu einer Woche im Kühlschrank aufbewahrt werden (bei Einfrieren hält sich die Brühe ca. 2-3 Monate).

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4. Die angesetzte Brühe aufkochen und die Kartoffeln hinzugeben.

5. Das Wasser hinzufügen: Je nach gewünschter Konsistenz der Suppe die Kartoffeln entweder knapp mit Flüssigkeit bedecken (dickflüssig) oder großzügig mit Wasser übergießen (dünnflüssig).

6. Ingwer und Gelbwurz kleinhacken und hinzufügen.

7. Die Suppe ca. 20 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.

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8. Kokosmilch hinzufügen und die Suppe mithilfe eines Pürierstabs oder einer Küchenmaschine pürieren.

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9. Mit Salz, Pfeffer und ca. 1-2 EL Kräutern (z.B. Tiefkühlkräutermischung) nach Geschmack würzen.

10. Fertig!

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(Ungefähre) Nährwerte pro Portion (400ml): 365 kcal, 20g Fett, 31g Kohlenhydrate, 10,5g Eiweiß

 

Wie gefällt euch das Rezept? Habt ihr Anregungen oder Verbesserungswünsche? Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

One thought on “Rezept: Anti-Erkältungs-Kartoffelsuppe

  • Claudia

    Tolles Rezept, ich mache meine auch so in der Art. Mein Problem ist, das die Brühe in den warmen Tagen im Jahr also Sommer, schnell kippt und grün wird. Ein Grund mehr Sie eben im Winter zu essen 🙂
    Wir machen auch immer noch Speck und Röstzwiebeln dran, das ist schön Herzhaft und gibt einen rauchigen Geschmack.
    Und wichtig ist, Hände weg vom Maggi, das ist nur Chemie.

    Antworten

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